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Operation Flashpoint: Dragon Rising und die KI

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Nur ein kurzes Erlebnis. In Bälde erscheint ja Operation Flashpoint: Red River und da Dragon Rising ziemlich geteilte Meinungen ausgelöst hat, habe ich mir (etwas verspätet) mal die Demo angeschaut.

Die Landschaften sind auf jeden Fall weitläufig, ganz dem alten Operation Flashpoint entsprechend aber zumindest der Demo-Level ist sehr braun, so ein unschönes, gedämpftes Braun. Brrr. Außerdem gibt es keine Einstellung für die Maussensitivität, was bei der Geschwindigkeit heutiger Mäuse ziemlich verrückt ist und deshalb auch extrem vorsichtige Bewegungen erfordert. Doch darum geht es gar nicht.

Ich marschiere mit meinem Squad durch die Landschaft und habe gerade einen Sendemast in die Luft gejagt. Das nächste Ziel führt mich bergab in ein Tal, in dem einige Häuser stehen. Dort halten sich auch schon ein paar Gegner auf. Die bemerken mich auch schnell und wir tauschen, über große Entfernung, einige Kugeln aus. Bevor ich mich versehe, ist die Hälfte meines Teams auch schon tot, oops. Ich selbst bin auch schon etwas angeschlagen und der Bildschirm simuliert einen Tunnelblick. Beim Versuch aus der Gefahrenzone zu gelangen bewege mich rückwärts den Hügel hinauf und wundere mich, wieso ich nicht mehr weiterkomme. Ein Jeep, der es kaum den Berg hinauf schafft, ist hinter mir. Das Militärfahrzeug ist mit drei Leuten besetzt, einer der Soldaten steht hinten an einem Maschinengewehr. Ich habe die Karre gar nicht gehört. Macht ja nichts. „Die Verstärkung kann ich gebrauchen“, denke ich mir. Doch als ich mein Fadenkreuz über die Figuren bewege, wird es rot.

Gegner? Wenn ja, wieso greifen sie mich dann nicht an?

Naja, es ist Krieg. Also erst schießen, dann Fragen.

Das sich niemand beschwert, als ich sie erschieße, bestätigt meine Vermutung. Soviel also zur KI. Die greifen nur auf die Entfernung an aber nicht mehr aus der Nähe? Doch dann sehe ich etwas, was diesen Fehler ins Verhältnis setzt und auch erklärt, wieso sie in ihrem Jeep kaum den Berg hochgekommen sind.

Wie man sieht, setzten die Gegner auf eine sehr umweltfreundlich Art der Fortbewegung. Löblich in Zeiten der Klimakatastrophe. Und sie sind da auch in guter Gesellschaft.

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Men of War: Assault Squad – Demo Impressionen

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WAR!

Men of War war ein typisches osteuropäisches Spiel. Riesig im Maßstab, ein Sinn für jedes Detail, komplex aber auch mit dieser typischen spröde, wie bei einem Stalker oder Metro 2033, auch wenn es bei letzterem nicht so hervorstechend war.

Zum bald erscheinenden Men of War: Assault Squad gibt es inzwischen eine Demo. Während MoW: Vietnam die Echtzeitstrategie-Reihe in ein anderes Szenario und eine andere Zeit transportiert, konzentriert sich Assualt Squad mehr auf den Multiplayer. Umso merkwürdiger ist es dadurch allerdings, dass in der Demo nur der Singleplayer zum probieren angeboten wird. In der Demo kann man eine Art „Conquest“ spielen, ähnlich wie in Warhammer: DoW. Man muss also verschiedene Fahnen einnehmen, die  zum einen als Ressourcen dienen und zum anderen die Einheiten bestimmen, die man ins Feld führen kann. Man bekommt das Kriegsgerät also nur als Nachschub und  bessere Einheiten nur, wenn man mehr Punkte einnimmt. Was zur Folge hat, dass man beim Verlust einer Flagge von den besseren Einheiten abgeschnitten wird, was wiederum schnell kritisch werden kann, wenn die KI mit Panzern auf dem Vormarsch ist und man selbst von ihnen abgeschnitten wird.

Sprich, wie das Ur-Spiel, so ist auch Assault Squad nichts für Gelegenheitsstrategen. Insbesondere das zweite Szenario -das merkwürdigerweise nur spielbar ist, wenn man das erste vorher geschafft hat- ist schon recht anspruchsvoll und erscheint wie prädestiniert für den Koop-Modus des fertigen Spiels. Denn wenn man auf mehreren Fronten Punkte halten und erobern muss, während der Computergegner immer wieder Wellen aussendet um diese zurückzuerobern, wird es schon recht schwierig.

Generell kann man sagen, dass wenn man Men of War schon gerne gespielt hat, einem auch Assault Squad gefallen wird. Die Liebe zum Detail ist immer noch die gleiche. Man kann jede Einheit selbst steuern und mit ihr schießen. Jeder Soldat und jedes Fahrzeug hat ein eigenes Inventar, aus dem man sich bei Bedarf bedienen kann. Jedes Gerät, ob Panzer oder MG hat eine echte Besatzung und funktioniert nur perfekt, wenn diese auch vollzählig ist. Etc.

Das man diesmal die Vereinigten Staaten steuert und gegen die Japaner zu Felde zieht, ist dabei mehr ein kosmetischer Unterschied. Das Hauptproblem ist wie gesagt, dass man nicht das wichtigste Merkmal dieses Ablegers anspielen kann, den Multiplayer und den Koop. Im Singleplayer ist es „nur“ mehr Men of War.

Wer noch nie ein Spiel aus Digitalmindsofts Strategiereihe angefasst hat, sollte sich auf jeden Fall zuerst die Demo anschauen, sie ist auch auf Steam verfügbar.

Megazey and Demons – Demonic walking

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Ist ein bisschen was los

Na was hat TIGSource denn hier aufgetan? Van Gogh trifft auf irren Höllenfürst, oder etwas in der Art.

Megazey and Demons von einem russischen Indie namens Sergey Bobrov, ist ein Plattformer-Action-Mix mit sehr schickem Art-Design und der unübertroffen besten Laufanimation überhaupt. Wie der Samurai-Mönch alias die eigene Spielfigur durch die hübschen Hintergründe rudert ist alleine schon ein Grund, sich das Spiel anzusehen.

Das Spiel ist dabei ganz einfach gehalten. Man kann laufen, springen, die Waffen wechseln und angreifen. Die Geschichte, ist sogar noch simpler. Dämonen sind in dein Schloss eingefallen und du musst sie meucheln. Dagegen muss ein Mass Effect erstmal ankommen. Allerdings macht das holprige Englisch die kurzen Texte sogar stellenweise recht amüsant.

Zur Schönen Aussicht

Man schnetzelt sich also von Bildschirm zu Bildschirm, durch riesige Monstermengen. Wobei der Twist ist, dass die eigene Spielfigur nicht sonderlich fragil ist. Es geht mehr darum, die Monsterhorde in einem Abschnitt, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens unter die Erde zu bringen. Sonst werden sie wiederbelebt. In diesem Getümmel der Gegner sieht man dann manchmal den eigenen Krieger kaum noch und die Dämonen fallen in Scharen entweder dem Schwert oder einer der zwei Kanonen zum Opfer. Was noch? Es gibt Upgrades, um zum Beispiel das Schwert auf JRPG-Größen aufzublasen aber das war es auch schon. MaD ist dabei auch niemals schwierig. Es ist ein kurzweiliger Spaß (nicht länger als 45 Minuten), der auf jeden Fall schön anzuschauen ist. Ach und habe ich schon die Laufanimation der Spielfigur erwähnt?

Megazey and Demons ist kostenlos und man kann es hier runterladen.

Wolfenstein 1-D – Etwas flach

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Das ist wohl zu gut um es nicht zu posten. Wolfenstein 1-D ein kostenloses Flash-Game.

In 1992, Wolfenstein 3-D revolutionized video games and created the 3D first-person shooter genre. Now, after decades of development, Wolfenstein 3-D has been converted to breathtaking, epoch-making 1-D. You can now play the game in a single, dazzling one-pixel line.

Äh ja, das ist alles.

Via Rock Paper Shotgun

Kurzmitteilung

Kisten. Der Running Gag früherer First Person Shooter kommt in Super Crate Box zu höchsten Ehren. Denn es gilt Kisten zu sammeln.

Kisten erhöhen den High-Score nicht das meucheln unzähliger Gegner die wie wandelnde Köpfe aussehen. Kisten schalten neue Outfits für die eigene Spielfigur frei, wie ein Astronautenanzug oder ein Krokodilkostüm. Kisten eröffnen neue Arenen um noch mehr Kisten aufzusammeln. Das wichtigste aber, Kisten schalten neue Waffen frei um den endlosen Nachschub an Kopffüßern auf kreative Art umzubringen. Was natürlich nur Mittel zum Zweck ist, um an weitere Kisten zu kommen. Denn wie gesagt, man bekommt erstmal nichts dafür die Monster zu killen.

Allerdings ist es durchaus auch im eigenen Interesse, wie man schnell merkt, die Pixelmonster unter die Erde zu bringen. Wenn sie nämlich erst mal am Boden des Levels angekommen und in die Feuergrube gefallen sind, laufen sie Knallrot an und werden sozusagen sauer. Und das will man nicht. Der wandelnde Kopf kommt dann nämlich wieder oben heraus und ist doppelt so schnell. Wenn es dann auch noch einer der großen Vertreter seiner Art ist und zusätzlich das andere Getier durch die Map hüpft, wird es etwas hektisch. Natürlich liegt die nächste Kiste dann auch noch auf der obersten Ebene und es schwirren einige Geister auf einen zu, die dafür sorgen, dass man nicht einfach irgendwo stehen bleiben kann und der Spaß ist perfekt.

Spaß macht es aber wirklich. Wenn man Tod ist steigt man einfach gleich wieder ein und macht Jagd auf die nächste Kiste, den nächsten High-Score, die nächste Waffe. Es ist ähnlich wie bei VVVVVV und Super Meat Boy. Man will direkt weiterspielen und den klitzekleinen Fehler korrigieren, der einen das Leben gekostet hat. Ach, nur noch einmal und noch einmal…

Der Indie-Plattformer vom holländischen Entwickler Vlambeer ist dabei -wie viele Spiele aus der Szene- an die 8-Bit Ära angelehnt. Was natürlich sehr gut zu diesem Spieltyp, mit der simplen rechts-links, springen-schießen Mechanik, passt. Die klassische Jagd nach dem High-Score, wird dabei gut von der Pixel-Grafik und der eingängigen Chiptunes Musik ergänzt.

Was wesentlich motivierender als ein hoher Punktstand (zumindest für mich) ist, sind die „Unlocks“, allen voran die Waffen. Man startet nur mit einer einfachen Pistole und schaltet durch kontinuierliches Kisten sammeln dann immer weitere frei. Shotgun, Maschinengewehr und Bazooka sind dabei gewöhnliche Vertreter, die später dann von etwas exotischeren Typen wie Disc-Gun, Minen, Katana oder einer Laserkanone erweitert werden. Diese Waffen sind natürlich unterschiedlich stark und unterscheiden sich auch in der Wirkung die sie auf den „Helden“ haben. Die Minigun hat zum Beispiel einen so starken Rückstoß, dass man gar nicht mehr vorwärts laufen kann beziehungsweise an die Wand gedrückt wird und die Projektile der Disc-Gun prallen von den Wänden ab und sind dadurch auch die einzigen mit denen man sich selbst killen kann.

Interessant wird das ganze dadurch, dass ich um Punkte zu bekommen und zusätzliche Inhalte freizuschalten, Kisten sammeln muss. Sobald ich aber eine Box aufnehme habe ich auch automatisch eine neue Waffe und muss sofort meine Vorgehensweise ändern. Wenn ich also Minen bekomme, die logischerweise erst hochgehen, wenn ein Monster darüber läuft und die nächste Kiste auf der höchsten Ebene erscheint, dann ist das ganze natürlich viel komplizierter, als wenn ich mit der Bazooka Tod und Verwüstung sähe.

Ansonsten kann man noch zwei zusätzliche Arenen freischalten, die sich aber nicht übermäßig stark unterscheiden und die angesprochenen Kostüme für die Spielfigur mit der Elvis-Locke.

Genau bei den frei schaltbaren Inhalten wird aber auch das größte Manko deutlich. Es gibt einfach zu wenig Inhalte. Die interessantesten sind die Waffen, die ja auch den größten Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Das andere „unlockable“, das mehr als nur kosmetischen Einfluss hat, sind die beiden zusätzlichen Levels.  Man hat aber nach circa 1-2 Stunden alle Waffen und die zusätzlichen Arenen freigeschaltet und dann geht es nur noch um die Kostüme und den High-Score.

Das Spiel macht natürlich immer noch Spaß und zieht einen Ruck zuck wieder in seinen Bann. „Na komm, eine Runde noch.“ etc. Aber wieso da in der Beziehung nicht etwas mehr gemacht wurde ist schade. Denn es hätte durchaus noch mehr Möglichkeiten gegeben  den Plattformer zu erweitern. Andere verrückte Waffen, mehr Levels, die sich vielleicht auch etwas mehr unterscheiden, Kostüme die Einfluss auf die Spielfigur haben und ähnliches.

Doch wie gesagt, Super Crate Box ist unkompliziert und macht viel Spaß. Besonders für eine schnell Runde zwischendurch. Auch wenn man dann auf einmal auf die Uhr schaut und man sich wundert warum eine halbe Stunde vergangen ist.

Ach und es ist nur 20 MB groß und kostenlos.

Super Crate Box – Boombox