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1 aus 168: Der späte Duke

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Die Initiative von Rock, Paper, Shotgun’s John Walker: No Oceans: Call For Worldwide Release Dates, für weltweit einheitliche Termine ist zwar interessant und Unterstützens wert. Allerdings kämpft er erstmal nur für Großbritannien und zum anderen stört es mich persönlich nicht so sehr, wenn ein Spiel erst zwei Tage später bei uns erscheint. (Auch wenn ich definitiv für einheitliche Releasetermine bin.)

Aber der einzig logische Kandidat für den einen wie keinen, diese Woche, ist natürlich Duke Nukem Forever. Zumal es ja auch etwas mit einem Erscheinungstermin zu tun. Mit der überraschenden Verschiebung hat sich Gearbox wirklich selbst übertroffen. Mich interessiert der Duke zwar nicht allzu sehr aber er ist, obwohl er noch nicht erschienen ist, Unterhaltsamer als manches Spiel, das man schon spielen kann.

Deshalb würde ich auch sagen, dass diese erneute Verschiebung mehr Marketingstunt als irgendetwas anderes ist. Doch die Aktion ist ihnen gelungen, genauso wie das erklärende Video dazu.

DNF wird natürlich nicht an die endlos geschürten Erwartungen anknüpfen können aber ich vermute, dass sich die Entwickler damit schon abgefunden haben. Getreu dem Motto: Jede Publicity ist gute Publicity, üben sie sich derweil auch darin, Kontroversen zu verursachen. Das Marketing für den Duke scheint wirklich in vollem Gange zu sein.

1 aus 168: Neues zu Prey 2

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Das es doch noch eine Fortsetzung  zu Prey geben wird, war wohl die interessanteste Neuigkeit diese Woche (168 Stunden). Allerdings nur solange man die ersten Informationen dazu außer acht lässt.

So wie es aussieht, hat Prey 2 mit dem ersten Teil überhaupt nichts mehr zu tun. Im ersten Teil  hat man den desillusionierten Indianer Tommy gespielt, der von Außerirdischen auf ihr Raumschiff entführt wurde und seine Freundin retten musste. Es war vom Spielprinzip ein klassischer Shooter, im Stil von Quake und Doom. Es gab aber auch einige neue, gute Ideen: Das Setting, der Hauptcharakter und seine Spiritualität, man konnte nicht sterben, die „organischen“ Waffen und die interessanten Level, mit wechselnder Gravitation – um z.B. an Wänden entlang zu laufen und Portalen.

Jetzt tauchen immer mehr Informationen zum zweiten Teil auf und man fragt sich wiedereinmal, was das Spiel überhaupt noch mit dem Namen zu tun haben soll. Das fing schon bei dem Live-Action-Teaser an. (Der Sinn für ein Computerspiel, mit echten Schauspielern -quasi kleinen Filmen- zu werben hat sich mir bis jetzt noch nicht wirklich erschlossen.)

Und ging mit dem einzigen, momentan vorhanden, Artwork weiter.

Das hat alles keinerlei Zusammenhang zum ersten Prey, dürfte Kennern des Spiels schnell auffallen und das ändert sich auch durch zusätzliche Informationen nicht.

  • Man spielt in Prey 2 nicht mehr Tommy, sondern Killian Samuels, einen Sheriff und Wachmann
  • Es spielt auf einem fremden Planeten, mit dem einfallsreichen Namen Exodus
  • Statt einem Alien-Schiff ist es mehr ein Open-World-Szenario (Wüsten, Höhlen, große Städte)
  • Scheinbar gibt es Rollenspielelemente: Geld spielt eine Rolle, Gegner hinterlassen Gegenstände zum aufsammeln a la Borderlands, es soll verschiedene Munitionstypen geben und man kann seine Ausrüstung aufrüsten
  • Optisch sollen die Gegner den Aliens aus Mass Effect 2 ähneln (Aha?)
  • Man will „die besten Teile aus Mirror’s Edge , Mass Effect 2 und Killzone übernehmen“ (Fröhlicher Mischmasch also. Das einzig gute ist da noch die Erwähnung von DICE Parkour-Spiel aber diese Elemente sind auch nicht mehr ungewöhnlich, siehe Brink, Crysis 2 oder Bulletstorm.)
  • Natürlich gibt es auch ein Deckungssytem
  • Etwas ungewöhnlicher ist da schon, dass es Schleichelemente geben soll.
  • Kein Multiplayermodus
  • Lead-Plattform bei der Entwicklung = Xbox360
  • Es wird DLC geben *gähn*
  • Das Spiel ist tatsächlich schon 3 Jahre in der Entwicklung (scheinbar mit vielen Kurswechseln)
  • Erscheinen soll es 2012

Um es noch kürzer zusammenzufassen: So ziemlich alles, was Prey ausgemacht hat, gibt es (anscheinend) in Prey 2 nicht mehr, bzw. wurde geändert. Dabei dürfte der Name heute kaum noch bekannt sein und diejenigen die ihn kennen, werden von den Änderungen nicht zwangsläufig begeistert sein.

Aber wie üblich heißt es abwarten und sehen was schlussendlich dabei rauskommt. Selbst wenn es nichts mehr mit dem ersten Teil zu tun hat, heißt das logischerweise nicht, dass es kein gutes Spiel werden kann. Sondern nur, dass man sich über die Wahl des Namens wundern kann.