Reiseziel: Risen – Teil 2

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Meine Reise auf der Inselwelt von Risen geht weiter. Hier geht es zum ersten Teil.

Ein schneller Blick bestätigt meine Vermutung. Fähigkeiten steigern funktioniert über Lernpunkte und sie lassen sich nur durch Lehrer verbessern. Also erstmal weiter. Es ist inzwischen schon ziemlich dunkel als ich in den morastigen Sumpf vordringe. Weit muss ich über die Holzstege nicht laufen, bis das erste Feuer und ein paar Hütten auftauchen.

Das dürfte dann wohl das Banditenlager sein. Ich schaue mich um und quatsche direkt ein paar Leute an. Das Lager ist recht überschaubar ein paar schäbige Holzhütten und eine der aufgestiegenen Ruinen, die in aller Munde sind. Das Highlight ist da noch, dass es einen Schmied gibt. Oh und es gibt nur eine Frau im ganzen Lager und die ist mit dem Don zusammen. Das in einem Banditenlager, nicht schlecht. Die Jungs müssen ja eine eiserne Disziplin haben oder da gibt es Desnachts irgendwelche Orgien, wer weiß.

Okay, genug ungewolltes Kopfkino. Aus meinen Gesprächen mit den Banditen kristallisiert sich heraus, dass ein gewisser Brogar hier anscheinend das sagen hat und sich nicht gerade großer Beliebtheit erfreut. Wobei, er hat nicht unbedingt das sagen. Er ist nur stark genug und hat ausreichend Männer unter seiner Fuchtel um den Rest der Gruppe zu unterdrücken. Die Frau des Dons und einer der Jäger, der für Brogar Holz sägen muss, bekunden auch direkt ein Interesse daran den Übeltäter zu überführen und ich soll ihnen dabei natürlich helfen.

Im Gespräch mit Brogar bestätigt sich auch schnell, das er ein Arsch ist, denn er stellt mich gleich ungehobelt vor die Wahl, ihm ein Stück Fleisch zu holen oder mächtig Ärger zu bekommen. Angesichts dessen, dass schon ein einzelner Wolf eine kleine Herausforderung für meinen Fähigkeiten war, entschließe ich mich erstmal mit zuspielen. Sowohl er als auch einige der anderen Banditen versorgen mich nun auch mit Aufgaben, die ich für sie erledigen soll. Alles weitestgehend RPG-typisch: Besorge fünf Teile eines Schwertes für den Schmied, zehn Stücke Fleisch für die Frau und Köchin, Bring die Arbeiter wieder zum Kisten schleppen, etc.

Ich erkunde die Gegend weiter und wate auch durch den dunklen Sumpf. Wo ich die Gelegenheit bekomme meinen neuangeschafften Bogen an einigem fliegenden Ungeziefer auszuprobieren. Mit mäßigem Erfolg. Durch die Zeit die ich zum Spannen brauche reicht es nur für einen Schuss und der macht nicht übermäßig viel Schaden. Soviel zu dieser Anschaffung. (Die Bilder dieser nächtlichen Erkundungstour sind leider zu dunkel um groß etwas darauf zu erkennen.) Ich stolpere auch über eine Moorleiche, die ich nur besiegen kann, weil mir ein besoffener Bandit zu Hilfe kommt. Sehr groß ist der Sumpf nicht und nachdem ich mein Inventar um ein paar mehr Kräuter und Gegenstände bereichert habe gehe ich wieder ins Lager zurück. Hier gibt es auch Lehrer um die Lernpunkte zu verwerten. Allerdings ist die Welt von Risen teuer. 200 Goldmünzen um eine Stufe (von 10) im Schwertkampf zu erhöhen. Wow.

Aber da kommt Craig ins Spiel. Der bietet nämlich Wetten an und es gibt eine Arena zum kämpfen. Das interessante dabei ist, dass man auf sich selbst wetten kann. Ist zwar wahrscheinlich ein erstes Anzeichen von Selbstüberschätzung aber was soll’s. Außerdem hoffe ich so besser beim Kampfsystems durchzusteigen. Ich setzte auf Sieg, also auf mich. Dann  fange ich mit dem schwächsten Gegner an und beginne mich nach oben zu arbeiten.

Mein Vorgehen zahlt sich aus, im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einigem herumprobieren und neu laden, fange ich an das System besser zu verstehen. Das man zum Beispiel zur Seite und nach hinten ausweichen kann, merke ich erst in der Arena aber noch wichtiger ist das Timing der Schläge, wodurch man eine schnell aufeinanderfolgende Serie erreicht und ansonsten das stetige Blocken. An und für sich kein Hexenwerk. Das eigentlich Problem ist da eher das Verhältnis zwischen dem ausgeteilten und eingestecktem Schaden, das liegt nämlich ungefähr bei 1:5. Sprich für den Schaden, den ich mit einem Treffer einstecke, muss ich bestimmt fünfmal zuschlagen. Aber das wird sich wohl mit besseren Rüstungen und Waffen ändern. Hoffentlich.

Jedenfalls schaffe ich es mit meinen Mückenstichen schlussendlich sogar den starken Brogar zu besiegen und durch das Plündern der Gegner und das Wetten hat sich meine finanzielle Situation, sowie meine Ausrüstung, ein ganzes Stück verbessert. Dank der  verfeinerten Kampftechnik komme ich auch mit meinen Quests besser voran und die Erkundung des Sumpfes führt mich zu meinem zweiten Dungeon. Mal sehen. Kleiner als mein erster, kann er ja eigentlich gar nicht sein. Ich soll recht behalten aber irgendwie auch wieder nicht. Nach einer Leiche und einer Truhe zum ausräubern. will ich tiefer in die Höhle vordringen aber jemand hat etwas dagegen.

Herr Ghul ist genauso fies wie er aussieht. Trotz meiner verbesserten Technik habe ich nicht den Hauch einer Chance gegen den Türsteher der tieferen Ebenen und so bleibt diese Höhle für mich nur unwesentlich größer als mein erster Dungeon, der den Namen schon kaum verdiente. Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt, oder?

Geschlagen gehe ich also wieder ins Lager zurück und mache weiter meine Quests mit dem Ziel zum Don vorgelassen zu werden, auch wenn ich eigentlich gar nicht weiß, wieso ich das wollen sollte. Die Aufgaben sind stellenweise auch recht merkwürdig. Denn, egal für welche Seite ich mich entscheide, ich muss die Quest vorher abschließen. Wenn es also am Schluss darum geht Schutzgeld für Brogar einzutreiben, wollen die Guten im Lager trotzdem das ich das erstmal tue, bevor ich ihn überführen darf.

Danach komme ich aber endlich zu Don Esteban. Der liegt im Clinch mit der Inquisition, die ihm „seine Stadt“ weggenommen hat und er will das ich dort hingehe und nachsehe was seine Spione so treiben. Außerdem befürchtet er einen Krieg mit den Weißen (wie die Leute der Inquisition auch genannt werden) Ich höre aber nur mit einem Ohr zu, denn etwas anderes lenkt mich ab.

Gute Güte… König Midas wäre wohl ein treffenderer Name für den guten Don. Mit diesem Berg Gold könnte er jeden Mann der Inquisition kaufen. Zweimal. Und unsereiner muss um jedes Goldstück kämpfen. Die Reichtümer sind auch leider zu gut bewacht um sich zu bedienen. Ich reiße mich also von dem verführerisch glitzernden Haufen los und mache mich auf in Richtung Stadt, raus aus dem Sumpf und dem Banidtenlager.

Nächste Etappe: Wie gesagt, die Hafenstadt. Sofern nichts dazwischenkommt.

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