Reiseziel: Risen

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Ich mache einen Ausflug in die Welt von Piranha Bytes Risen und werde meine Reise hier festhalten. So etwas ähnliches wie ein Let’s Play. Außer einem kurzen an testen der Demo habe ich das Spiel noch nicht gespielt. Es ist also noch alles neu und unbekannt für mich.

Also dann. Reisende soll man nicht aufhalten.

Ein trashiges Intro und einen Schiffbruch später wache ich an einem kleinen Strand auf. Ein blitzendes Unwetter tobt, der Himmel ist schwarz und die See ist unruhig. Ich bin mal wieder der Namenlose. Überreste des Schiffes auf dem ich unfreiwillig angekommen bin wurden an den Strand gespült. Ein schön gemachtes Anfangsgebiet, muss man sagen. Mein Tutorial-NPC wartet schon auf mich. Eine Frau, Sara, die ebenfalls auf dem Schiff war. Sie hat eine interessante Anatomie, die sich nur auf einen Bereich zu konzentrieren scheint. Ratet mal welchen. Das man von der ersten Person, die man im Spiel trifft, mitten in diesem Gewitter Anweisungen zum Spiel bekommt ist, nach dem schicken Ersteindruck, nicht gerade förderlich für die Atmosphäre aber gut.

Ich folge ihren Anweisungen und mache sogleich, was man in RPG’s eben so macht: alles aufsammeln was nicht fest ist. Inklusive dem pietätvollen Plündern einiger erst kürzlich verstorbener Mitglieder der Schiffsbesatzung. „Ihr braucht es ja eh nicht mehr“. So komme ich auch zu meiner ersten Waffe, einem Knüppel. Eigentlich nur ein Ast den ich abgebrochen habe aber wir wollen uns ja nicht mit Details aufhalten.

Sogleich treffe ich auch auf meinen ersten Gegner. Ein mannshoher Vogel der rollenspieltypisch, feindlich gesinnt und auch recht gerissen ist, für einen simplen Vogel. Er reduziert meinen Lebensenergiebalken gleich mal um ein gutes Stück und will mir wohl mitteilen, dass man in Risen nicht mit einfachem „button mashing“ vorankommt. Mein Inventar hat sich mittlerweile schon mit etwas Gold, Alkohol, Fleisch, Muscheln und mehreren Knüppeln gefüllt als ich wieder zu Sara zurückkehre. Sie hat auch schon den nächsten Vorschlag, ein Weg ins Landesinnere soll es sein. Das hält mich natürlich nicht davon ab, diesen dschungelartigen Strandabschnitt weiter nach brauchbaren Gegenständen abzugrasen, meinen weiblichen Sidekick im Schlepptau. Etwas aggressives Federvieh fällt noch unter meinem Knüppel aber die Erkundung rentiert sich und ich kann den Prügel gegen ein Jagdmesser tauschen.

So gerüstet mache ich mich auf in Richtung Norden, weg vom Strand.  Das Wetter wechselt schlagartig von Gewitter zu Sonnenschein und ich treffe auf noch mehr feindlich gesinnte Fauna. Hungrige Wölfe und Stachelratten. Es lohnt sich wiederum abseits des Weges das Gebüsch zu durchstöbern, denn dort finde ich noch mehr Ausrüstung allem voran einen kleinen Schild. Außerdem wandern noch allerlei Pflanzen und Kräuter, die Heilen oder Mana wiederherstellen, in mein Inventar. Sara wird es derweil  nicht müde mir Dinge zu erklären die ich schon weiß. „Hier gibt es Fackeln, da müssen Menschen sein.“ Ach.

Es geht stetig bergauf und ich komme an ein verlassenes Haus, das es natürlich sogleich zu plündern gilt. Unter anderem finde ich dort eine Pfanne um Fleisch zu braten, das auf diese Art beim Verzehr Lebensenergie zurückgibt. Da mein Tutorial-NPC ihre Aufgabe nun wohl erfüllt hat, entschließt sie sich bei dem verlassenen Haus zu bleiben, weil Abenteuer nichts für sie sind. Sie bleibt lieber alleine in einem runtergekommenen Haus, in einem Gebiet, wo ein Haufen angriffslustiger Tiere herumstreunen. Dort ist sie sicher, sagt sie. Ah ja, wie du meinst. Schön dich gekannt zu haben.

Da sie sich, mangels Dialogmöglichkeiten, nicht überzeugen lässt ziehe ich also weiter. In Serpentinen immer weiter aufwärts. Nicht ohne weiter alles aufzusammeln was mir in die Finger kommt. Ich bin kaum eine Stunde auf dieser Insel und kann schon bald einen Gemischtwarenladen aufmachen.

Als nächstes komme ich zu einem eingeschlossenes Tal, in dem eine Art Tempel im Nebel liegt. Ein neuer Gegnertyp wartet hier auch schon. Riesige Grabmotten. Ich säubere erstmal die Gegend von dem fliegenden, kreischenden Getier bevor ich meinen ersten Dungeon in Risen betrete.

Okay. Dungeon ist vielleicht etwas hochgegriffen. Es gibt eine Falltür, die mich in den Keller befördert, eine arme eingesperrte Motte, die ich von ihrem Leid erlöse und zwei massive Steintruhen. Das war’s. Nun, jeder fängt mal klein an, vermute ich.

Wieder um einige Gegenstände schwerer geht die Reise weiter, immer noch bergauf. Wenn das so weiter geht, bekomme ich wohl bald ein Gipfelkreuz zu sehen. Jetzt weitet sich der Pfad langsam und ich gelange auf eine größere Lichtung und… das nächste Haus ragt vor mir auf.

Ein weiteres Haus, wunderbar. Das heißt, es gibt mehr zum Plündern. Oder vielleicht auch nicht. Neil, den ich in dem Gebäude treffe, will erstmal sichergehen, dass ich nicht zur Inquisition gehöre. Nobody expects the spanish inquisition, will ich sagen, gibt es aber komischerweise nicht zur Auswahl, also begnüge ich mich damit ihn nach dem zu Fragen, was er weiß. Banditen, Hafenstadt, Inquisition, etc. Er bietet mir auch netterweise an, mich entweder zur Stadt oder zu den Banditen zu führen. Nicht ohne mir anzuraten, vorher das Haus zu durchsuchen und nach einer besseren Waffe Ausschau zu halten. Neil hat sich schon alles genommen was er braucht. Da fällt mir doch ein Stein vom Herzen, ich darf das Haus also doch noch plündern. Ich finde ein richtiges Schwert, das sogleich mein Jagdmesser ersetzt und komme dann auf das Angebot meines Diebeskollegen zurück. Ich entscheide mich erstmal für das Banditenlager, denn dort gibt es schließlich, Zitat: „Fleisch und Bier“.

Ich folge meinem Führer auf, zur Abwechslung mal breiteren Wegen, die aber immer noch von dichtem Unterholz und hohen Bäumen gesäumt sind. In dem Grün warten auch vereinzelte Stachelratten und Wölfe, die aber um einiges stärker sind und trotz meines „neuerworbenen“ glänzenden Stahls kaum zu bezwingen sind. Sie machen mir auf jeden Fall wesentlich mehr Schaden als ich ihnen. Anders als in Oblivion sind die Kreaturen also, nicht am Level des Spielers orientiert. Gothic lässt grüßen. Wobei es schon etwas merkwürdig ist, da ich noch ziemlich am Anfang bin und auch nicht in einem besonderen Gebiet unterwegs bin. Das die Gegner hier schon so stark sind, ist unschön aber mal sehen wie es weitergeht. Neil setzt mich vor einem Sumpf ab und ein Stück weiter darin, sehe ich schon ein Feuer und einen anderen Mann stehen. Er ist ein Jäger und schenkt mir freundlicherweise eine Karte des Sumpfes. Nachdem ich ihm einige Informationen entlockt habe („Don Esteban gehört hier alles“), bittet er mich, ihm beim Erlegen eines gefährlichen Wurms zu helfen. Da ich alleine sowieso Schwierigkeiten mit den Tieren habe und er mir auch noch etwas Gold anbietet, helfe ich nur zu gerne.

Ohne den Jäger hätte ich den Wurm, der locker so groß ist wie mein Avatar, wahrscheinlich auch nicht geschafft. (Im Eifer des Gefechts habe ich leider verschwitzt ihn im lebendigen Zustand aufzunehmen.) Der schwierige Kampf zahlt sich aus und ich bekomme eine Menge Erfahrungspunkte. Ich hole mir meine Belohnung ab und verkaufe ein paar Gegenstände aus dem Inventar. Außerdem erstehe ich einen kleinen Bogen, in der Hoffnung so besser mit den Gegnern fertig zu werden.

Mir fällt auf, dass ich mich mit dem Fertigkeiten, Lernpunkten, etc. noch gar nicht befasst habe. Sträflich aber wenn es wie bei Gothic ist, brauche ich sowieso Lehrer und das hat mein letzte NPC-Bekanntschaft auch schon angedeutet.

Nächster Stopp also: Banditenlager, Zielübungen mit meinem neuen Bogen und Stufenaufstieg.

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