Are Games Art? – Klappe die n+1.

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Es gibt einen weiteren Beitrag zur genauso weitreichenden, wie langandauernden Debatte ob Spiele denn nun Kunst sind oder nicht. Diesmal von Matthew S. Burns, der den Blog Magical Wasteland schreibt. Der Text ist auf jeden Fall  lesenswert. Er bezieht sich eigentlich auf einen Artikel des n+1-Magazins, ist aber auch für sich alleine relevant/interessant. Wer sich für die Diskussion interessiert sollte also unbedingt dem ersten Link folgen. Das „Plädoyer“ ist nicht perfekt aber schon sehr gut, mit einigen interessanten (neuen) Gedanken.

Zwei Punkte sind mir allerdings aufgefallen, die von Kritikern mit den entsprechenden Kenntnissen -ich sage mal- leicht anzugreifen wären.  Da ich auch der Meinung, dass Spiele Kunst sind, spiele ich hier etwas den Advocatus Diaboli.

Zum einen das:

I have no schooling in formal aesthetics (at least that I can remember), but I feel okay with accepting that “the beauty of an image within a story depends on its place within an irreversible narrative”. However, how this applies or is even relevant to games escapes me. First of all, while the beauty of an image within a story may indeed depend upon its irreversibility, why is that the only kind of beauty that games can be allowed to produce in order to gain the status of art? In other words, why are games being evaluated upon their ability to create “the beauty of an image within a story” and not beauty qua beauty? Some theorists argue that games in their purest form have no story at all, so how they might be usefully evaluated with the tools of the narrative in that case is very much unclear to me.

Das erscheint mir so fahrlässig, dass ich schon fürchte etwas falsch verstanden zu haben. Denn die Leute, auf die er da anspielt (wie z. B. Jonathan Blow) unterscheiden ganz klar zwischen „Narrative“ (Erzählung) und „Story“ (Geschichte). Ersteres erlebt man direkt durch das Spielen, unter anderem über die Umgebung und die eigentliche Spielmechanik. Letzteres ist dann die klassische Geschichte, Text, Dialoge, Zwischensequenzen, etc.

Zum anderen das:

Or take crying: people cry all the time at overly sentimental stories because they feel for the characters in them. Maudlin romances and soppy ballads regularly earn a great volume of tears but no particular admiration from the gatekeepers of art. In other words, the inducement of crying does not equal art, it does not lead to art, and the pursuit of crying in pursuit of art is as misguided as measuring a film by its box-office receipts. “Where’s the game that will make me cry”– a phrase bandied around in the game industry as a shorthand for these kinds of problems– is the wrong question, no matter who asks it.

Das stimmt grundsätzlich. Nur weil uns ein Film (oder Buch) zum Weinen bringt, heißt das nicht, dass es große Kunst ist. Doch andererseits, wenn ein Film der uns zum Weinen bringen kann, also es schafft eine recht starke Emotion hervorrufen, schon keine Kunst ist. Was ist dann mit Spielen, die wohl beim größten Teil der Spieler noch nicht mal das hervorrufen können? Sicher, es gibt einige Antworten darauf. Spiele sind als erstens mal keine Filme, Empathie versus selbst erleben und es wird einfach fast gar nicht ernsthaft versucht, diese Emotionen zu wecken, wären zwei spontane. Generell ein etwas schwieriger Punkt, weil man schlicht zu leicht Gefahr läuft, die unterschiedlichen Medien zu vergleichen, was eben nicht so ohne weiteres funktioniert.

 

Ursprünglicher Link via RPS.

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